Hier findet ihr Antworten auf häufig gestellte Fragen

Freiwilligendienst - was ist das eigentlich?

  • Weltwärts oder Internationaler Jugendfreiwilligendienst – welches ist das richtige Programm für mich?

    Bei uns findest du Projekte, die staatlich gefördert sind oder auch ohne jegliche Förderung auskommen. Bei den staatlich geförderten Programmen unterscheiden wir zwischen dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und dem weltwärts-Dienst. Beide Programme bieten ähnliche Konditionen und Arbeitsbereiche wie die Freiwilligendienste FSJ und FÖJ. 

    Das weltwärts-Programm ist finanziell besser ausgestattet, fordert deshalb aber auch nach deinem Freiwilligendienst, dass du dich weiterhin engagierst und deine gemachten Erfahrungen in deiner Heimat einbringst. Außerdem unterscheiden sich die Programme in geringem Umfang in der Höhe des gewünschten Spendenbeitrags, des maximalen Höchstalters, den teilnehmenden Ländern und in der Projektauswahl. 

  • Was ist weltwärts?

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet seit 2008 den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts an. Jährlich reisen rund 3.500 Freiwillige mit verschiedenen Organisationen in Länder des Globalen Südens, um dort lokale Partnerorganisationen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Landwirtschaft, Menschenrechte oder Umwelt zu unterstützten. Weltwärts ist als Lerndienst für alle Beteiligten konzipiert. Somit lernst du Neues über dein Einsatzland, die Kultur und dich, aber auch die Menschen in Projekten lernen von dir. Die interkulturelle Erfahrung steht im Mittelpunkt. Damit auch dein Umfeld in Deutschland lernen kann, ist gewünscht, dass du nach deiner Rückkehr diese Erfahrungen in deinem Umfeld teilst. Neben dem Austausch von Nord nach Süd ist es seit 2013 auch möglich, dass junge Menschen aus dem Globalen Süden für einen Freiwilligendienst nach Deutschland kommen und ähnliche Erfahrungen sammeln wie du im Ausland.

  • Was ist der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD)?

    Das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bietet seit 2011 den Lern- und Bildungsdienst Internationaler Jugendfreiwilligendienst – IJFD an. Jährlich reisen rund 3.000 Freiwilige mit den verschiedenen Organisationen in fast alle Länder der Welt. Du kannst den IJFD im europäischen Ausland, Australien oder den USA machen, aber auch in Afrika, Asien und Lateinamerika. Der Einsatz findet in sozialen oder ökologischen Bereichen, im Bildungswesen, in der Kultur, im Sport, in der Denkmalpflege oder in der Friedens- und Versöhnungsarbeit statt. Als Lern- und Bildungsdienst erwirbst du soziale und interkulturelle Kompetenzen, die dir auch noch nach deinem IJFD oft weiterhelfen werden. Du engagierst dich für andere Menschen und Gesellschaften, lernst neue Sprachen und Kulturen kennen, und lernst so, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Zudem lernst du einen Arbeitsbereich genauer kennen, was vielen bei der beruflichen Orientierung hilft.

  • Was bringt mir ein Freiwilligendienst im Ausland?

    Ein Freiwilligendienst ist eine einzigartige Erfahrung, von der du dein ganzes Leben zehren wirst. Durch deinen Dienst sorgst du für mehr Toleranz und Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und hilfst so dabei, an einem kleinen Ort der Erde das Leben ein bisschen menschlicher zu machen. Ganz nebenbei lernst du noch auf eigenen Beinen zu stehen, dich in interkulturellen Situationen zurecht zu finden, eine neue Sprache zu sprechen und vieles mehr über dich selbst, was dir vorher vielleicht noch nicht so bewusst war.

  • Was ist der Unterschied zwischen Freiwilligendienst und Voluntourismus?

    Auf den ersten Blick erscheinen Freiwilligendienst und Voluntourismus gar nicht so unterschiedlich. Das liegt sicherlich auch daran, dass viele Anbieter des Voluntourismus so auftreten, als wäre ihr Angebot eine Art Freiwilligendienst. Auf freiwillig-freiwillig wirst du allerdings keine Voluntourismus-Angebote finden:

    Zwar ist Voluntourismus wesentlich flexibler gestrickt als ein klassischer Freiwilligendienst, aber das ist nicht unbedingt vorteilhaft. Die fehlende Vorbereitung schlägt sich spätestens vor Ort negativ auf deine Zeit aus, da du ohne jegliche Vorbereitung (meist auch ohne wirklichen Ansprechpartner vor Ort) in das Projekt reist. Dies ist vor allem in persönlichen Krisen- und Konfliktsituationen schwierig. Auch die Dauer ist deutlich kürzer als bei einem klassischen Freiwilligendienst: egal ob ein Tag, eine Woche oder mehrere Monate – alles ist möglich. Nur leider kannst du in dieser Zeit kaum Teil der örtlichen Community werden, Freundschaften aufbauen, dich mit den Menschen vor Ort auseinander setzen oder von der Partnerorganisation eingearbeitet werden. So ist es für beide Seiten eine schlechte und unbefriedigende Erfahrung. Speziell bei Projekten mit Kindern kann sich eine kurze Dauer eher negativ auf alle Beteiligten auswirken. Die Tatsache, dass bei den meisten Unternehmen keinerlei Nachweise (z.B. polizeiliches Führungszeugnis) einzureichen sind, wirkt auch erst einmal positiv – ist aber auch bei genauem Hinsehen und bei der Arbeit mit Menschen, speziell mit Kindern und Jugendlichen, nicht empfehlenswert.

    Hinter den kommerziellen Anbietern stehen oft große Tourismuskonzerne, die in erster Linie ihren eigenen Gewinn maximieren wollen und nicht an interkulturellem oder gar entwicklungspolitischem Engagement interessiert sind. Im Verhältnis entstehen bei einem Voluntourismus-Komplettangebot relativ hohe Kosten, die in der Regel nicht in die lokalen Projekte fließen, sondern in die Unternehmen selbst.

    Ein Freiwilligendienst, wie du ihn auf unserem Portal findest, scheint auf den ersten Blick zwar etwas komplizierter als Voluntourismus-Projekte. Dafür ist er aber auch qualitativ hochwertiger und bietet daher sowohl für dich als Freiwillige*r als auch für die Partner vor Ort eine super spannende und tolle Erfahrung.

  • Wieso kann ich bei euch keine Freiwilligendienste ab einer Woche finden?

    Die meisten Projekte, die du bei uns findest, dauern zwölf Monate, einige sechs und wenige drei Monate. Das liegt daran, dass wir davon überzeugt sind, dass sowohl die/der Freiwillige als auch die Partnerorganisation im Gastland erst nach einer bestimmten Dauer von dem Freiwilligendienst profitiert. Die beiden unterstütztenden Ministerien (BMFSFJ und BMZ) denken ähnlich, weshalb eine finazielle Unterstützung erst ab sechs Monaten beginnt. Du als Freiwillige*r tauchst in eine fremde Kultur ein, lernst neue Menschen und Aufgaben kennen und wirst im besten Fall über dich hinauswachsen. Die Partnerorganisation vor Ort rechnet mit deiner Unterstützung und arbeitet dich in der ersten Zeit ein, damit du dann selbstständig Aufgaben erledigen kannst. Wir wollen dir mehr bieten als eine Urlaubsreise und haben den Anspruch, das beste für beide Seiten aus dem Freiwilligendienst herauszuholen. Wir sind davon überzeugt, dass man das nicht in einer Woche oder gar einem Monat erreichen kann.

  • Was ist Quifd?

    Die Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten (Quifd) hat Qualitätsstandards für internationale Freiwilligendienste entwickelt und überprüft regelmäßig, ob die Anbieterorganisationen nach diesen Standards arbeiten. Das Quifd-Siegel bietet daher einen guten Anhaltspunkt dafür, ob die Organisation vertraueswürdig ist. In dieser PDF findest du alle Standards, die eine Organisation für ein Quifd-Siegel erfüllen muss.

     

  • Wie lange dauert ein Freiwilligendienst in der Regel?

    Auf freiwillig-freiwillig findest du Projekte zwischen sechs und 24 Monaten. Die meisten unserer Projekte dauern jedoch ca. zwölf Monate. Wie lange dein Dienst aber genau dauert, steht auf den jeweiligen Projektseiten.

  • Kann ich mich zusammen mit einem Freund/einer Freundin zusammen bewerben?

    Leider ist es im Allgemeinen nicht möglich, sich gemeinsam zu bewerben. Das hat organisatorische und auch fachliche Gründe. Ihr müsst euch getrennt voneinander bewerben. Ihr werdet merken, dass es Vorteile hat, nicht in der gleichen Einsatzstelle seinen Freiwilligendienst zu leisten. Ihr könnt euch besuchen, ein anderes Projekt kennenlernen und sich in der Distanz oft wirklungsvoller unterstützen.

  • Wann starten die Freiwilligendienste immer?

    Der Großteil der Organisationen entsenden ihre Freiwilligen in den Sommermonaten, in der Regel zwischen Juli und September. Das gilt aber nicht für alle. Einige Organisationen bieten auch Winterausreisen zwischen Dezember und März an. Erkundige dich auf den jeweiligen Projektseiten, die dich über die zumeist feststehenden Ausreisedaten informieren.

  • Gibt es Bewerbungsfristen?

    Die Bewerbungsfristen und -verfahren für deinen Freiwilligendienst sind von Organisation zu Organisation unterschiedlich. Da Organisatorisches wie Visaverfahren oder Impfungen oft langen Vorlauf brauchen, solltest du dich in der Regel knapp ein Jahr vor der geplanten Ausreise mit deiner Bewerbung beschäftigen. Genauere Informationen findest du aber auf den Projektseiten.

  • Bekomme ich am Ende ein Zertifikat/Zeugnis ausgestellt?

    Ja, am Ende deines Freiwilligendienstes stellt dir deine Anbieterorganisation ein Zertifikat aus.

  • Habe ich Anspruch auf Urlaub?

    Ja, du hast einen Anspruch auf Urlaub. Je nach Gastland kann sich die genaue Höhe ändern. Mindestens stehen dir jedoch 20 Tage zu.

  • Wird mir mein Freiwilligendienst als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe angerechnet?

    Der Freiwilligendienst im Rahmen des IJFD und weltwärts wird dir in der Regel als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe anerkannt.

  • Zahle ich während meines Freiwilligendienstes in die Rentenkasse ein?

    Die Rentenkasse sieht den Freiwilligendienst als Auslandspraktikum an. Die ausländische Einsatzstelle zahlt jedoch keine Beiträge für dich in die deutsche Rentenversicherung ein. Solltest du dir diese Zeit später jedoch als Ausbildungszeit anrechnen lassen wollen, kannst du die entsprechenden Beiträge selbst nachträglich einzahlen. Das solltest du aber zeitnah nach deinem Freiwilligendienst tun, da eine Nachzahlung Jahre später nicht möglich ist.

Was kostet so ein Freiwilligendienst und was bekomme ich dafür?

  • Was kostet mein Freiwilligendienst?

    Der IJFD wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und weltwärts vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert - allerdings nur anteilig. In beiden Programmen können deine Flugkosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung, deine Versicherungen und Taschengeld enthalten sein (das hängt vom jeweiligen Anbieter ab).

    Beide Ministerien fördern die Programme in unterschiedlicher Höhe, maximal jedoch zu 75 Prozent. Für die verbleibenden Kosten ist der Beitrag der Freiwilligen notwendig: daher bitten die Entsendeorganisationen dich, dich an den Kosten des Freiwilligendienstes zu beteiligen - sonst würden die gemeinnützigen Organisationen dauerhaft keine Freiwilligendienste anbieten können. Insgesamt variieren die erbetenen Beträge von Organisation zu Organisation, da die Kosten beispielsweise nach Land oder Unterbringungsart unterschiedlich sind. Somit geht es im IJFD um ca. 330 Euro für jeden Auslandsmonat bzw. bei weltwärts um ca. 230 Euro für jeden Auslandsmonat. Wenn du also ein Jahr im Gastland verbringst, wirst du gebeten, zwischen 2.800  und 4.000 Euro einzubringen, zum Beispiel indem du in dieser Höhe Spenden sammelst.

  • Was ist in den Kosten enthalten?

    Im Rahmen deines Freiwilligendienstes mit weltwärts und dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) werden je nach Anbieter verschiedene Kosten von deiner Entsendeorganisation übernommen:

    • die Flugkosten sind vollständig gedeckt – egal, wo das Ziel hingeht,
    • deine Unterkunft und Verpflegung vor Ort,
    • deine Versicherung,
    • monatliches Taschengeld in Höhe von ca. 100 Euro, was dir zur freien Verfügung steht.

    Ob in deinem Projekt diese Kosten abgedeckt sind bzw. dein Anbieter diese Kosten übernimmt, kannst du am einfachsten auf der jeweiligen Projektseite sehen bzw. direkt beim Anbieter erfragen.

  • Was ist ein "Spenderkreis" und wieso sollte ich das wissen?

    Dein Freiwilligendienst im Rahmen von weltwärts und dem IJFD wird von der Bundesregierung in unterschiedlicher Höhe finanziell unterstützt - allerdings nur anteilig. Für die verbleibenden Kosten ist der Beitrag der Freiwilligen notwendig: Daher bitten die Entsendeorganisationen dich, dich an den Kosten des Freiwilligendienstes zu beteiligen. Da bei vielen Freiwilligen schnell eine hohe Summe zusammen kommt, können die Organisationen auf diese Beiträge nicht verzichten.

    Und nun kommt der Spenderkreis ins Spiel: die finanzielle Beteiligung kann durch den Aufbau und die Pflege eines Unterstützerkreises erfolgen - hierzu wirbst du bei Verwandten, Bekannten, Vereinen, Unternehmen, deiner ehemaligen Schule, der lokalen Zeitung, Stiftungen oder anderen Institutionen etc. um Spenden. Für ihre Spenden bekommen sie dann auch eine Spendenbescheinigung und können sie so steuerlich absetzen.

    Auf diese Weise werden nicht nur die Kosten für deinen Auslandsaufenthalt gedeckt, sondern du sorgst gleichzeitig auch für Aufmerksamkeit für dein Gastland, dein Projekt und dein freiwilliges Engagement in der deutschen Gesellschaft.

  • Wie finde ich meinen Unterstützerkreis?

    Beim Aufbau und der Pflege deines Unterstützerkreises sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: du kannst beispielsweise regelmäßig Zeitungsartikel in deiner lokalen Zeitung veröffentlichen, bei einem Flohmarkt mitmachen, eine Spendenaktion auf betterplace.org starten, eine Spendenparty organisieren – und das sind nur ein paar Beispiele. Deine Anbieterorganisation oder ehemalige Frewillige können dir hier noch viele weitere Ideen liefern und dir mit Tipps zur Seite stehen.

  • Wieso soll ich Spenden sammeln?

    Dein Freiwilligendienst im Rahmen von weltwärts und dem IJFD wird von der Bundesregierung finanziell unterstützt – allerdings nur zu maximal 75 Prozent. Das bedeutet, dass die Kosten deiner Zeit im Ausland nicht vollständigt gedeckt sind. Für die übrigen Kosten muss deine Anbieterorganisation, die Partnerorganisation vor Ort oder Sponsoren aufkommen. Ohne diese finanzielle Unterstützung würden die meisten Freiwilligendienste dauerhaft leider nicht überleben können. Da bei mehreren Freiwilligen schnell eine hohe Summe zusammen kommt, können die meisten Organisationen auf die Einnahmen aus den Spenderkreisen nicht verzichten. Daher bitten die Entsendeorganisationen, die Freiwilligen sich an den Kosten ihres Freiwilligendienstes zu beteiligen.

  • Wird mein Flug übernommen?

    Ja, im weltwärts-Programm wird dein Flug immer von deiner Anbieterorganisation übernommen – egal, ob innerhalb von Europa oder auf einen anderen Kontinent.

    Bei Projekten, die zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gehören, werden die Kosten von vielen Anbietern ebenfalls übernommen. Das kann jedoch von Anbieter zu Anbieter variieren. Um sicher zu gehen, frage am besten bei der Organisation direkt an.

  • Bekomme ich Taschengeld?

    Ja, in Projekten des weltwärts-Programms bekommst ein monatliches Taschengeld in Höhe von ca. 100 Euro (je nach Gastland) ausbezahlt.

    Bei Projekten, die zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gehören, wird von vielen Anbietern ebenfalls ein monatliches Taschengeld in Höhe von ca. 100 Euro (je nach Gastland) ausbezahlt. Das kann jedoch von Anbieter zu Anbieter variieren. Um sicher zu gehen, frage am besten bei der Organiation direkt nach.

    Das Tadchengeld steht dir selbstverständlich zur freien Verfügung.

    Außerdem hast du weiterhin einen Anspruch auf Kindergeld, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.

  • Bekomme ich während meines Freiwilligendienstes Unterkunft und Verpflegung gestellt?

    Ja, im weltwärts-Programm musst du für deine ortsübliche Unterkunft und Verpflegung nichts extra zahlen. Sie werden von deiner Anbieterorganisation getragen.

    Bei Projekten, die zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gehören, werden die Kosten für Unterkunft und Verpflegung von vielen Anbietern ebenfalls übernommen. Das kann jedoch von Anbieter zu Anbieter variieren. Um sicher zu gehen, frage am besten bei der Organisation direkt nach.

  • Muss ich einen eventuellen Sprachkurs selbst bezahlen?

    Im Rahmen des weltwärts-Programms kann deine Entsendeorganisation seit 2018 eine Zusatzförderung für Sprachkurse beantragen, wenn du nur eins der folgenden Kriterien erfüllst:

    • Hauptschulabschluss,
    • Realschulabschluss (Mittlere Reife),
    • Freiwillige*r mit fachgebundener Hochschulreife oder Fachhochschulreife (Fachabitur),
    • wenn keine zweite Fremdsprache erlernt wurde.
  • Kommen weitere Kosten auf mich zu?

    Es können weitere Kosten auf dich zukommen. Je nach Gastland können Kosten in unterschiedlicher Höhe für das Visum anfallen. Außerdem können bei einzelnen Programmen Fahrtkosten zu den Seminarorten entstehen. Diese Kosten solltest du so früh wie möglich in deinen Finanzierungsplan miteinbeziehen.

  • Bekomme ich weiterhin Kindergeld ausbezahlt?

    Dein Anspruch auf Kindergeld besteht während der staatlich geförderten Freiwilligendienste des weltwärts-Programms und des IJFDs, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.

  • Bekomme ich weiterhin (Halb-)waisenrente ausbezahlt?

    Dein Anspruch auf (Halb-)waisenrente besteht während der staatlich geförderten Freiwilligendienste des weltwärts-Programms und des IJFDs, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.

  • Wie bin ich vesichert während meines Freiwilligendienstes und wer zahlt das?

    Während des Freiwilligendienstes bist du umfangreich versichert: Auslandskrankenversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung (inklusive Invalidität) sind abgedeckt.

  • Können Kosten die aufgrund einer Behinderung, chronischen Erkrankung etc. entstehen übernommen werden?

    Im Rahmen des weltwärts-Programms können zusätzliche Kosten, die auf Grund einer Beeinträchtigung oder Behinderung entstehen, bis zu einer Höhe von 600 Euro pro Dienstmonat in Absprache mit der Entsendeorganisation übernommen werden, sofern andere Kostenträger diese nicht tragen.

Welche Voraussetzungen muss ich für einen Freiwilligendienst erfüllen?

  • Welche Voraussetzungen muss ich für einen weltwärts-Freiwilligendienst mitbringen?

    Um deinen Freiwilligendienst im Rahmen des weltwärts-Programms umsetzen zu können, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • Alter zwischen 18 und 28 Jahren am Tag der Ausreise (beziehungsweise 35 Jahre bei einer Behinderung oder Beeinträchtigung)
    • Gesundheitliche Eignung
    • Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder vergleichbaren Erfahrungen oder Fachhochschulreife bzw. Allgemeine Hochschulreife
    • Deutsche Staatsbürgerschaft oder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht
    • Interesse an anderen Kulturen sowie Engagement
  • Welche Voraussetzungen muss ich für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst mitbringen?

    Um deinen Freiwilligendienst im Rahmen des Internationalen Jugenfreiwilligendienstes (IJFD) umsetzen zu können, musst du:

    • zum Zeitpunkt des Dienstantritts im Ausland die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben,
    • bis zum Dienstende das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
    • deinen gewöhnlichen Aufenthaltsort vor deinem Dienstantritt in Deutschland haben.

    Dies bedeutet, dass auch unter 18-Jährige einen IJFD ableisten können. Die Entscheidung, ob Minderjährige entsandt werden, trifft jedoch der jeweilige Anbieter/Organisation.

    Auch junge Ausländer*innen können den IJFD leisten, wenn sie

    • seit mindestens drei Jahren in Deutschland leben,
    • ein entsprechendes Aufenthaltsrecht oder einen entsprechenden Aufenthaltstitel haben und
    • nicht in ihr Heimatland entsandt werden.
  • Ich bin unter 18 Jahre - kann ich trotzdem einen Freiwilligendienst machen?

    Ja, es gibt auch für unter 18-Jährige die Möglichkeit einen Freiwilligendienst zu leisten. Dies ist im Rahmen des Internationalen Jugenfreiwilligendienstes (IJFD) möglich. Hierbei musst du zum Zeitpunkt des Dienstantritts im Ausland die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.

  • Ich habe keine deutsche Staatsbürgerschaft, kann ich trotzdem einen Freiwilligendienst leisten?

    Ja, es gibt auch für junge Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft die Möglichkeit einen Freiwilligendienst zu leisten. Für das weltwärts-Programm benötigst du ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Beim IJFD musst du mindestens drei Jahre in Deutschland leben, ein entsprechendes/n Aufenthaltsrecht bzw. Aufenthaltstitel haben und darfst nicht in dein Heimatland entsendet werden. Für genauere Informationen wendest du dich am besten an deine ausgewählte Anbieterorganisation.

  • Ich habe kein Abitur, kann ich trotzdem einen Freiwilligendienst machen?

    Ja, du kannst natürlich auch ohne ein Abitur einen Freiwilligendienst leisten. Für das weltwärts-Programm reicht ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder vergleichbare Erfahrungen oder die Fachhochschulreife vollkommen aus. Beim IJFD musst du lediglich deine Vollschulzeitpflicht erfüllt haben – es wird kein expliziter Schulabschluss verlangt. Für genauere Informationen wendest du dich aber am besten an deine ausgewählte Anbieterorganisation.

  • Ich bin schwul, lesbisch oder bi - was sollte ich beachten?

    Es gibt Länder in denen gleichgeschlechtliche Beziehungen strafverfolgt werden. Wenn du schwul, lesbisch oder bi bist, solltest du dich vor deinem Einsatz über die aktuelle Situation in deinem Wunschland informieren und deine Entscheidung für ein Einsatzland auf dieser Grundlage nochmals überprüfen.

     

    Die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) ist eine internationale Organisation, die Weltkarten mit Ampelsystem zur Verfügung stellt, welche schnell und einfach zeigen, wie die aktuelle Situation im Land ist. Die Karten werden regelmäßig aktualisiert und sind auch in verschiedenen Sprachen verfügbar.

     

    Außerdem informiert die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ebenfalls zu diesem Thema.

     

    Die Entsendeorganisationen können die Situation vor Ort gut einschätzen und beraten dich gerne.


  • Welche Sprache muss ich sprechen?

    Gute Grundkenntnisse der Verkehrsprache(n), die in dem Gastland gesprochen werden, sind sehr hilfreich. Besonders am Anfang helfen sie dir schneller mit der neuen Situation umzugehen. Normalerweise reichen die Schulkenntnisse erst einmal aus und den Rest lernt man in der Regel ziemlich schnell vor Ort. Wenn du dir unsicher bist, sprich mit deiner Entsendeorganisation, ob sie dich bei einem Sprachkurs unterstützen.

  • Muss ich einen Sprachkurs machen?

    Nein, du musst keinen Sprachkurs machen. In der Regel reichen deine schulischen Kenntnisse aus, um dich in deinem Gastland zurecht zu finden. Und vor Ort wirst du schnell merken, dass sich deine Sprachkenntisse verbessern. Solltest du dennoch das Bedürfnis haben, vor deiner Ausreise einen zusätzlichen Sprachkurs zu besuchen, kannst du dich an deine Anbieterorganisation wenden. Sie können dir Kontakte von guten Sprachschulen in Deutschland und vor Ort geben.

  • Brauche ich ein spezielles Visum und kümmere ich mich selbst um mein Visum?

    Für die meisten Länder außerhalb Europas brauchst du ein spezielles Visum oder Aufenthaltsgenehmigung während deines Freiwilligendienstes. Die Visa-/Aufenthaltsbeschaffung liegt zwar in deiner Verantwortung, aber bitte sprich dich genau mit deiner Entsendeorganisation zu diesem Thema ab. Sie wissen am besten, welche Art von Visum du für welches Land benötigst. Fehler bei der Visabeschaffung können gravierend sein und deinen Freiwilligendienst gefährden.

Gibt es eine Betreuung beim Freiwilligendienst?

  • An wen wende ich mich bei Fragen?

    Hast du Fragen zu einem konkreten Projekt oder einer bestimmten Organisation, wendest du dich am besten telefonisch oder per E-Mail direkt an die Organisation selbst. Sie können dir deine Fragen am besten beantworten. Die Kontaktdaten findest du auf der jeweiligen Anbieterseite.

  • Werde ich auf meinen Freiwilliendienst vorbereitet?

    Ja, in der Tat wirst du von deiner Anbieterorganisation optimal auf deinen Freiwilligendienst vorbereitet. Insgesamt gibt es mindestens 25 Seminartage zur Begleitung deines Einsatzes – die vor, während und nach deinem Freiwilligendienst stattfinden.

    Du wirst von den Anbieterorganisationen durch Vorbereitungsseminare auf deinen Freiwilligendienst gut vorbereitet. Auch während deiner Zeit im Ausland findet ein Zwischenseminar statt, bei dem du dich mit anderen Freiwilligen und deiner Organisation persönlich austauschen kannst. Auch nach deiner Rückkehr gibt es noch ein Abschlussseminar, was dir dabei hilft, deinen Freiwilligendienst gut abzuschließen.

    Im Gastland selbst übernimmt die Partnerorganisation die Begleitung. Neben einem Ansprechpartner/einer Ansprechpartnerin in den Projekten steht dir ein/e Mentor/in zur Seite, um dich zu unterstützten. Selbstverständlich ist auch deine Ansprechperson in Deutschland im Notfall immer für dich erreichbar.

  • Muss ich an den Seminaren teilnehmen?

    Ja, die Teilnahme an den Vorbereitungs-, den Zwischenseminaren im Gastland und auch an den Nachbereitungsseminaren ist für dich verpflichtend. Die Vorbreitungsseminare helfen dir, dich auf deine Zeit als Freiwillige*r im Ausland optimal vorzubereiten. Außerdem lernst du andere Mit-Freiwillige kennen und ihr könnt euch bereits austauschen. Die Zwischenseminare vor Ort sind wichtige Instrumente, um mögliche Probleme anzusprechen, deinen bisherigen Aufenthalt bewusst Revue passieren zu lassen und für die zweite Hälfte deines Einsatzes neue Energie zu schöpfen. Die Rückkehrerseminare helfen dir nach deiner Zeit im Gastland und mit allen neuen Eindrücken, wieder in deiner Heimat und deinem Umfeld anzukommen.

  • Gibt es eine Betreuung oder Ansprechperson vor Ort?

    Im Gastland selbst übernimmt die Partnerorganisation deine Begleitung. Neben einem Ansprechpartner/einer Ansprechpartnerin in den Projekten steht dir ein/e Mentor/in zur Seite, um dich zu unterstützten. Selbstverständlich ist auch deine Ansprechperson in Deutschland im Notfall immer für dich erreichbar.

  • Was passiert, wenn ich im Projekt oder im Wohnort Probleme bekomme?

    Für viele Freiwillige ist ihr Freiwilligendienst gleichbedeutend mit der ersten langen Reise alleine oder auch das erste Mal richtig arbeiten. Du befindest dich in einer fremden Kultur mit fremden Menschen. An diese neue Situation muss man sich gewöhnen, und es ist recht wahrscheinlich, dass es während dieser Zeit auch einmal zu Konflikten kommen wird. Und das ist auch ganz ok und gehört ein Stück weit dazu. Es ist wichtig, dass du deine Sorgen und Probleme nicht für dich behälst, sondern mit anderen darüber sprichst – sei es mit Kollegen/Kolleginnen, deiner Projektstelle, mit Mit-Freiwilligen, der pädagogischen Begleitung deiner Organisation oder dein/e Mentor/in vor Ort. Steck den Kopf nicht in den Sand, denn du bist nicht allein! Gemeinsam mit deiner Entsende- und/oder Partnerorganisation wirst du eine Lösung finden!

  • Mein Kind interessiert sich für einen Freiwilligendienst – finde ich hier Informationen dazu?

    Ja, auf freiwillig-freiwillig.de finden Sie alle Informationen rund um einen Freiwilligendienst. Bitte klicken Sie sich am besten einfach gemeinsam mit Ihrem Kind durch unsere FAQs hier und informieren sich gemeinsam. Sollten Sie konkrete Fragen haben, können Sie sich gerne mit Ihrer Tochter/ Ihrem Sohn zusammen bei den jeweiligen Organisationen melden.

  • Kann ich auch mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung an den Programmen teilnehmen?

    Ja, du kannst auch mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung an den Programmen teilnehmen. Der Internationale Freiwilligendienst steht auch Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung offen. Insbesondere beim weltwärts-Programm gibt es die Möglichkeit, Mehrbedarfe zu finanzieren, wenn sie nicht von anderen Kostenträgern übernommen werden. Es gibt schon viele gute Beispiele von Menschen mit Beeinträchtigung, die einen Freiwilligendienst im Ausland gemacht haben. Lass dich dazu hier inspirieren!

     

    Wenn du darüber hinaus weitere Fragen hast, kannst du dich gerne an bezev wenden. bezev ist Kompetenzzentrum für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung und hat bereits Erfahrungen mit über 80 Freiwilligen mit Beeinträchtigung/Behinderung gesammelt. Der Verein steht dir beratend zur Seite, wenn es um alle Fragen rund um individuelle Mehrbedarfe geht. Dies umfasst alle Bereiche von Unterstützungsbedarfen (Medikamenteneinnahme, Gebärdensprachdolmetschende, Assistenzbedarf uvm.). Auf Wunsch vermittelt dich bezev an ein Netzwerk von Entsendeorganisationen, die gerne inklusiv entsenden und/oder bereits Erfahrung mit Freiwilligen mit Beeinträchtigung/Behinderung haben.

     

    bezev-Ansprechperson für die Beratung von Freiwilligen mit Beeinträchtigung/ Behinderung ist
    Franziska Koch:
    koch@bezev.de
    Telefonnummer: 0201-29 44 12 23

     

Wer ist freiwillig-freiwillig?

  • Wer steckt hinter www.freiwillig-freiwillig.de?

    Hinter der Plattform freiwillig-freiwillig.de steht ein seit den 60er Jahren gemeinnützig tätiger Verein: Beim AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für internationale Personelle Zusammenarbeit sind alle Organisationen, die du auf dieser Seite findest, Mitglied. Der AKLHÜ arbeitet eng mit seinen Mitgliedern zusammen und vertritt gegenüber den beiden relevanten Ministerien (BMFSFJ und BMZ) die Interessen der Mitglieder. Darüber hinaus arbeiten die Mitgliedsorganisationen – unterstützt vom AKLHÜ – stetig an der Qualität ihrer Projekte. Um alle Freiwilligendienststellen der Organisationen auf einen Blick darzustellen, wurde freiwillig-freiwillig.de geschaffen.

  • Wie sehen die Vision und Mission von www.freiwillig-freiwillig.de aus?

    Freiwillig etwas dafür tun, dass das Leben etwas gerechter wird? Freiwillig an einer besseren Zukunft arbeiten und gleichzeitig seinen Lebenslauf verbessern? Freiwillig freiwillig für den Dienst des Guten, von hier in die ganze Welt. Wir bieten dir unvergessliche Erfahrungen, die dir Augen und Türen öffnen und dir nachhaltiges Wissen und essentielle Skills für die Zukunft vermitteln. Durch unsere Plattform erhältst du Zugang zu spannenden Möglichkeiten des Freiwilligendienstes.

     

  • Woher weiß ich, dass ich mit meinem Freiwilligendienst auch wirklich etwas Gutes tue und ich euch vertrauen kann?

    Die Projekte, die du auf freiwillig-freiwillig.de findest, sind allesamt von Organisationen, die teilweise seit Jahrzehnten im Bereich der Freiwilligendienste tätig sind. Diese Organisationen sind gemeinnützige Vereine, die ihre Arbeit dem Ziel, eine gerechtere Welt zu schaffen, verschrieben haben. Darüber hinaus lassen sich alle Organisationen in vorgeschriebenen Abständen von Quifd – Qualität in Freiwilligendiensten zertifizieren und ein unabhängiges Siegel für ihre gute Arbeit verleihen.